• Susanne König

Starkbierfest der FFW Wassermungenau

Da sagte mir doch einer, dass Franken weniger zu bieten hätte als der Süden von Bayern… Ich sehe das anders. Klar, jede Gegend hat ihre Vorzüge. Franken braucht sich sicherlich nicht verstecken, und schon gar nicht unsere Großgemeinde, im Gegenteil!


Letzte Woche zum Beispiel: Starkbierfest bei der Freiwilligen Feuerwehr Wassermungenau – ein echtes Erlebnis, in vielerlei Hinsicht.


Tolle location, warmherzige Menschen, eine klasse Blaskapelle und ein süffiges Bier. Da steht einem guten Abend nichts mehr im Wege. Danke für die Einladung. Ein weiteres Highlight, der Fastenprediger; ein kulturelles Schmankerl auf das man durchaus stolz sein kann.


Einen Aspekt der Predigt möchte ich herausgreifen; das Thema Fridays for future. Unser Prediger Andreas machte sich ein bisschen lustig über die Diskrepanz zwischen der Einstellung der an Freitagen für das Klima protestierenden Schüler (die dafür die Schule schwänzen) und ihres an den Tag gelegten Lebenswandels, d.h. von der Mama mit dem SUV von der Demo abholen lassen, dann weil der Magen knurrt zu McDonalds fahren lassen und danach zur Entspannung vor dem laptop Strom für Ballerspiele vergeuden.


Unser Prediger hat schon nicht ganz unrecht, gleichwohl, in der Geschichte sind parallele Muster erkennbar; ich frage mich wie viele Hippies wirklich die Welt verändern wollten bzw. es wollten und sich dann tatsächlich entsprechend verhalten haben und (neben der Demos) nicht ´nur` zu horizonterweiternden Rauch und entspannten Rhythmen freie Liebe praktiziert haben.


Nun ja, ich glaube, früher wie heute, die, die was verändern wollen, müssen irgendwo, irgendwie damit anfangen…


Ich sympathisiere mit der Fridays-for-future-Bewegung. Da möchte eine 16-jährige Schülerin, Greta Thunberg, die Welt verändern; etwas erreichen, was unterschiedliche große Organisationen und Vereine bisher (noch) nicht erreicht haben. Und sie geht schlau vor, sie überlegt sich, wie sie Druck aufbauen kann, um Gehör zu finden. Es ist ihr gelungen, viele haben aufgehorcht.


Ich selbst halte es nach dem Motto: Think global – act local. Die fränkische Übersetzung könnte lauten: dengsd a weng weider übern Rand naus – aber zubaggn dousd hier. Und damit hätte ich einen Vorschlag für die vielleicht bald in unserer Großgemeinde an Freitagen protestierenden Schüler. Egal, ob ihr Freitag blau macht und zur Demo geht oder nicht, packt am Samstag tatkräftig mit an, es gibt genügend zu tun, hier vor Ort, für das Klima, für die Umwelt – Müll sammeln, Grünflächen im Sinne der Artenvielfalt gestalten, und und und. Organisiert euch. Wenn ihr Unterstützung möchtet, fragt mal bei der Stadt Abenberg nach, sicherlich finden sich Möglichkeiten euch zu unterstützen.


Zum Abschluß, ein Gruß nach Wassermungenau, zu dir, lieben Alexander… äh Andreas…, ein einfaches und ehrlich gemeintes `Danke`. Ich freue mich schon auf deine Predigt im nächsten Jahr.

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